Getränke

Bier
Brauereien kommen um eine Analytik ihrer Bierproduktion nicht herum, denn das Wachstum von Bierschädlingen führt zu Trübungen und geschmacklichen Veränderungen des Bieres. Ein schneller, sicherer und spezifischer Nachweis von Bierschädlingen ist deshalb für die Bierproduktion von großer Bedeutung. Als Dienstleistungslabor bieten wir Ihnen die PCR-Technik, also eine Identifizierung von 26 möglichen Bierschädlingen durch eine DNA-Analytik an. Eine eindeutige Typisierung der Bierschädlinge wird durch eine spezielle Schmelzpunktanalyse erreicht. Die Voranreicherung ist am Tag der Probenentnahme nötig. Schon am nächsten Tag kann unser Fahrdienst die Proben bei Ihnen abholen. Je nach Probeneingang erhalten Sie das Ergebnis noch am selben Tag.

Wild- und Fremdhefen der Gattung Candida, Dekkera, Pichia, Schizo- und Zygosaacharomyces und andere sind ebenfalls als Kontamination zu finden. Neben den eigentlichen Brauhefen können Saccharomyces Arten oder Varietäten im abgefüllten Bier in Abhängigkeit vom Restnährstoffgehalt wachsen und dadurch zur Trübung, zu Bodensatz, zur Übersättigung mit Kohlenwasserstoff, zu Geruchs- und Geschmacksveränderungen führen.

Für die Bieranalyse steht die PCR oder Maldi-TOF MS Analytik zur Verfügung. Die Verderbniserreger können schnell, sicher und spezifisch nachgewiesen werden.


Fruchtsaft
Auch in der alkoholfreien Getränkeindustrie gibt es häufig Probleme mit getränkeschädlichen Keimen. Nicht nur Milchsäure- und Essigsäurebakterien sind hier ein Problem, sondern vor allem gärfähige Hefen. Ein Wachstum von Hefen schon in geringen Zellzahlen führt zu Geschmacksbeeinträchtigung und Trübungen des Produkts. Zudem kann es zu so genannten Bombagen kommen, die im schlimmsten Fall zum Image-Verlust des Produzenten und, vor allem bei Glasgebinden, zur Verletzung des Verbrauchers führen könnten.
Obligate Schadhefen, wie z. B. Saccharomyces cerevisiae, S. bayanus, S. exiguus, sowie verschiedene Arten der Gattungen Dekkera, Zygosaccharomyces, Schizosaccharomyces, schädigen schon in geringen Zellzahlen das Produkt. Andere Hefen treten nur nach Produktionsfehlern auf (z .B. Pichia membranaefaciens) oder dienen als Indikator für die Reinigungseffizienz und allgemeine Betriebshygiene (z. B. Candida sake, C. tropicalis).

Folgende Hefearten zählen zu den opportunistischen Verderbniserregern, wie z. B. Debaryomyces hansenii, Candida parapsilosis, Lodderomyces elongisporus, Hanseniaspora uvarum, Pichia membranaefaciens, Candida magnoliae. Sie treten nur nach Produktionsfehlern auf (Unterdosierung von Konservierungsmitteln, Fehler bei der Pasteurisation, Reinigungsfehler).

Aus diesem Grund ist eine schnelle und sichere Diagnostik mittels PCR oder Maldi-TOF MS von großem Vorteil. Beide Methoden sind sehr sensitiv, so dass schon wenige Zellen bzw. Kolonien ausreichen, um ein positives Ergebnis zu erhalten. Auch Fremdhefen können mit diesen beiden Methoden differenziert werden.

Das Ergebnis liegt bereits 24 Stunden nach Probeneingang vor. So können Sie schnell auf eine Kontamination reagieren und haben zudem die Sicherheit einer immer gleich bleibenden Produktqualität.


Mineral- und Tafelwasser
Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) wurde in Deutschland am 21. Mai 2001, BGBl I 2001 S. 959ff., novelliert. Sie stellt eine Umsetzung der EG-Richtlinie 83/98 (CELEX Nr: 398L0083) "über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch" (98/83/EG) dar. In § 1 der deutschen TrinkwV heißt es konkretisierend: "Zweck der Verordnung ist es, die menschliche Gesundheit vor den nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von Wasser ergeben, das für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist, durch Gewährleistung seiner Genusstauglichkeit und Reinheit .... zu schützen."

Außerdem legt die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) fest, dass die nach der TrinkwV 2001 erforderlichen Untersuchungen und Probenahmen nur von akkreditierten Untersuchungsstellen durchgeführt werden dürfen. Die Akkreditierung der Untersuchungsstellen beruht auf der DIN EN ISO/IEC 17025:2005.

Unsere hygienische Abteilung (HyGES) hat ausgebildete Probennehmer und ist zudem eine akkreditierte Untersuchungsstelle. Sie können sich also zu jeder Zeit auf einen kompetenten Ansprechpartner verlassen, gegebenenfalls auch vor Ort.